| Patienten-Informationen |
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Die
folgenden Fragen stellen sich Patienten häufiger vor dem Aufenthalt
in der Friedrich-Husemann-Klinik.
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1.1
Was bedeutet es, an einer seelischen Krankheit zu leiden?
In
der Friedrich-Husemann-Klinik als psychiatrischer Fachklinik sehen wir
uns verantwortungsvoll einer humanen und ethischen Grundhaltung verpflichtet. Die
am Patienten orientierte Haltung erweitern wir in der Friedrich-Husemann-Klinik
durch die anthroposophische Menschenkunde Rudolf Steiners. In ihr finden
Achtung und Respekt vor dem Menschen ihren Ausdruck. 1.3
Bin ich verrückt, wenn ich in diese Behandlung gehe? Das Wirklichkeitserleben des Einzelnen während der Krankheit, selbst wenn es von dem anderer abweicht, nehmen wir ernst. Es kann Bereicherung und Hilfe, aber auch Bedrohung und Hindernis sein. Wir helfen, Möglichkeiten zu entwickeln, mit der eigenen Wirklichkeit im gesellschaftlichen Umfeld zu leben. Sie besuchen die Friedrich-Husemann-Klinik in einem Zustand seelischer Not. Dieser Schritt bereits zeigt Ihre Eigenverantwortlichkeit. Dementsprechend achtungsvoll treten wir Ihnen gegenüber und respektieren Ihre Verunsicherung und Ihre Zweifel. In
der Regel ist Ihr Aufenthalt freiwillig. Schwere und Art der Erkrankung
bestimmen die Länge des Aufenthaltes - nach ärztlicher Beurteilung,
den Regelungen der Krankenkassen und der Absprache mit Ihnen. 1.4
Wie erkläre ich den Nachbarn und der Familie, wo ich hingehe? Sie gehen in eine Fachklinik, in der Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Schon dadurch haben Sie selbst aktiven Anteil an Ihrem Genesungsprozess. Die ehrliche Annahme Ihrer seelischen Schwierigkeiten ist ein erster Schritt. Sprechen Sie daher offen aus, dass Sie sich mit einer psychiatrischen Behandlung Unterstützung suchen. Vorrangig
ist, dass Sie Hilfe erfahren wollen. Im Laufe der Therapie wird dann durch
erfahrene Sozialarbeiter thematisiert und geplant, wie Sie Ihre Arbeit
und Ihren Alltag nach dem Klinikaufenthalt gestalten und eine Ihrer Situation
angemessene Beziehung zu Ihrem früheren sozialen Umfeld aufbauen. |
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2.1
Welche Krankheitsbilder werden in der Friedrich-Husemann-Klinik behandelt? Patienten, deren Krankheiten psychogenen Ursprungs scheinen, können stationär zur weiteren Abklärung und Betreuung in der FHK aufgenommen werden. Psychosomatische Krankheiten im engeren Sinne behandeln wir nicht (Asthma, Magengeschwür, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn usw.).
2.3
Wie bereite ich den Klinikaufenthalt vor? Was kann ich mitbringen? Tageszeitungen
liegen auf jeder Station aus. Für die verschiedenen Formen der Bewegungstherapie
wie z.B. Krankengymnastik, Gruppengymnastik oder Eurythmie, benötigen
Sie leichte Gymnastikschuhe. siehe
Anfahrt und Lageplan 2.7
Wie ist die Unterbringung auf Station? Dem Klinik-Konzept entsprechend stehen die Ruhe, die Konzentration auf das innere Erleben und die Möglichkeit zur Entfaltung Ihrer kreativen Energie im Vordergrund. Wohltuend empfängt Sie eine natürliche Atmosphäre der Reizabschirmung ohne elektrische Geräte und Kommunikations-Medien.
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3.1
Wer behandelt mich, wer ist mein Ansprechpartner? Die Pflegenden sind rund um die Uhr anwesend und ansprechbar. Sie koordinieren den Alltag der Patienten auf der Station. In der Regel erhält jeder Patient einen examinierten Pflegenden als Bezugspflege-Person, die die Behandlung begleitet und unterstützt. Eine
dritte Säule der Behandlung bilden die Kunst-, Werk- und Arbeitstherapien,
Physiotherapeuten, Eurythmie sowie die Sozialarbeiter.
Großen Wert legen wir auf den Einsatz von Naturheilmitteln und Medikamente der anthroposophischen Medizin, die über die Symptombehandlung hinaus auf tieferliegende konstitutionelle Zusammenhänge wirken. Medikamente
können für die Dauer der Einnahme die Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit
verändern und beeinträchtigen. Einige Medikamente lösen
Nebenwirkungen aus, die möglicherweise auch länger andauern.
Der Kern Ihrer Persönlichkeit bleibt jedoch unangetastet.
Seele und Geist werden verstärkt von folgenden Therapien angeregt:
Für die gesetzlichen Krankenkassen genügt die stationäre Einweisung des ambulant behandelnden Arztes. Bei überregionalen Einweisungen muss evtl. vorher begründet werden, warum die Behandlung nicht im nächstliegenden Krankenhaus, sondern in der Friedrich-Husemann-Klinik erfolgen soll. Die privaten Krankenkassen benötigen vor Aufnahme eine kurze schriftliche Begründung der stationären Behandlung.
Wegen der knapper werdenden Geldmittel der Kostenträger muss der
Aufenthalt auf eine medizinisch vertretbare Dauer beschränkt werden,
die allerdings der individuellen Situation des Patienten angepasst wird. |
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4.1 Wird Einfluss auf meinen Glauben oder meine Weltanschauung genommen? Die Friedrich-Husemann-Klinik heißt jeden Patienten willkommen, unabhängig von dessen Weltanschauung, Religion und sozialer Situation. Wir sehen uns der Toleranz und Akzeptanz vielfältiger und indivueller Lebensentwürfe gegenüber verpflichtet. Aufgrund dieser Haltung begegnen Ihnen Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte mit Achtung und Professionalität. In
den Kirchen gibt es sehr unterschiedliche Haltungen zur Anthroposophie. Aus unserer Sicht ist Anthroposophie eine solche Erweiterung christlichen Verstehens. Sie fußt auf der abendländischen Kulturentwicklung, wie sie sich zum Beispiel im deutschen Idealismus und in der naturwissenschaftlichen Erkenntnismethode ausdrückt.
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