Medizinisch-therapeutisches Konzept

 

 

1. Gründungsimpulsnach oben

Die Friedrich-Husemann-Klinik wurde 1930 von dem Nervenarzt Dr. Friedrich Husemann (1887-1959) gegründet. Das von ihm entworfene Medizinisch-therapeutische Konzept wurde vielfach weiterentwickelt und den jeweiligen Anforderungen der Zeit angepasst.

Das Konzept stützt sich auf die heutigen wissenschaftlichen Kenntnisse der Medizin und Psychiatrie und wird erweitert durch die anthroposophische Geisteswissenschaft.

Die von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelte Anthroposophie will das Geistige des Menschen und der Welt in das alltägliche Leben führen und so eine Vermensch-lichung aller Lebensgebiete anregen.

Wörtlich übersetzt meint Anthroposophie: " Bewusstsein seines Menschentums".

 

 

2. Anthroposophische Medizinnach oben

2.1 Spiritualität

Das von der Naturwissenschaft und Psychologie vermittelte Wissen erweitern wir durch eine spirituelle Anschauung von Körper, Seele und Ich.

Die Grundrichtungen der heutigen Psychiatrie (biologische Psychiatrie, psychologisch-psychotherapeutische Psychiatrie und Sozialpsychiatrie) nutzen wir in einem umfassenderen Zusammenhang.

Die von der Ärztin Dr. Ita Wegman (1876-1943) in Zusammenarbeit mit Dr. Rudolf Steiner begründete Anthroposophische Medizin bildet hierfür die seit Jahrzehnten praktizierte Erkenntnis- und Arbeitsmethode.

 

 

2.2 Menschenverständnisnach oben

Nach dem anthroposophischen Verständnis des Menschen ist der ganze Körper Grundlage des Seelenlebens, nicht nur das Gehirn.

Seelisches Erleben ist seinem Ursprung nach rein geistiger Natur. Es ist nicht Produkt des Körpers. Der Körper spiegelt seelisches Erleben und bringt es so zum Bewusstsein. Den eigentlichen Kern des Menschen bildet das Ich.

Das Ich strukturiert Seele und Körper. Es ist die integrierende Kraft des Menschen und schafft Individualität. Das Ich gründet in einer vorgeburtlichen Vergangenheit und wirkt über den Tod hinaus.

 

 

2.3 Krankheitsbegriff nach oben

Seelische Krankheit verändert das seelische Erleben und das Selbstbewusstsein.
Die Ursache hierfür liegt in dem gestörten Zusammenhang von Körper, Seele und Ich, insbesondere in gestörten Vorgängen des Körpers (Gehirn und Nervenprozesse, rhythmisch funktionelle Prozesse aller Art, Stoffwechselprozesse der inneren Organe) sowie in Veränderungen der Seele, ausgelöst durch verletzende Erlebnisse, fehlgeleitete Erziehung, Konflikte und Belastungen usw.

Das Ich als geistiger Persönlichkeitskern kann nicht erkranken, wird aber durch körperliche und seelische Unregelmäßigkeiten an seiner gesunden Entfaltung gehindert.

In seelischer Krankheit wird Verwandlung und Entwicklung erfahren. Sie ist Ausdruck einer tiefergehenden persönlichen Schicksalsaufgabe, kann auch Ausdruck von kulturellen und zeitbedingten Problemen sein.

 

 

2.4 Heilmethode nach oben

Die therapeutische Gemeinschaft von Pflegenden, Ärzten, Sozialarbeitern und Therapeuten bildet den Rahmen für ein vielfältiges Angebot verschiedener Heilverfahren und schafft die Grundlage für individuellen Aufbau menschlicher Beziehungen.

Wir nehmen den einzelnen Menschen in seiner Vielschichtigkeit wahr und erreichen ihn in der Behandlung in einer umfassenden Weise.

Bei der Heilung versuchen wir den gestörten Zusammenhang von Körper, Seele und Ich wieder herzustellen. Der therapeutische Ansatz richtet sich in differenzierter Weise auf den Körper wie auch auf die Seele. Das Ich kann dadurch neuen Freiraum zur persönlichen Entwicklung erhalten. Eigenaktivität und Gesundungswille des Erkrankten sollen aufgerufen sowie Autonomie und Selbstorganisation gefördert werden.

 

 

2.5 Schicksal nach oben

Seelische Krankheit erlebt der Betroffene immer als Bedrängnis, innere Not oder als Verlust der Lebenswirklichkeit

Unsere Begegnung mit dem Patienten wird getragen von Mitgefühl, Achtung, Respekt und Anerkennung. Durch die gemeinsame therapeutische Arbeit schaffen wir die Möglichkeit, in Würde persönliches Schicksal zu tragen und zu verwandeln.

Viktor E. Frankl schreibt dazu:

"In der Art, wie ein Mensch sein unabwendbares Schicksal auf sich nimmt,
mit diesem Schicksal all das Leiden, das ihm auferlegt, darin eröffnet sich auch noch in den schwierigsten Situationen und noch bis zur letzten Minute des Lebens eine Fülle von Möglichkeiten, das Leben sinnvoll zu gestalten.
Der Mensch wird allenthalben mit dem Schicksal konfrontiert und so vor die Entscheidung gestellt, aus seinem bloßen Leidenszustand eine innere Leis-tung zu gestalten."


Aus Viktor E. Frankl: "…trotzdem Ja zum Leben sagen."

 

2.6 Berufsübergreifende Teamsnach oben

Berufsgruppen übergreifende Teams arbeiten auf jeder Station gemeinsam an Behandlungszielen und koordinieren die einzelnen therapeutischen Schritte.

Dem Stationsteam gehören Pflegende, Ärzte, Sozialarbeiter und Therapeuten an.
Der mit dem Patienten und den therapeutisch tätigen Mitarbeitern entworfene Behandlungsplan umfasst alle wesentlichen therapeutischen Maßnahmen.

Alle an dem Heilvorgang beteiligten Mitarbeiter entwickeln zusammen aus ihren Wahrnehmungen des Patienten dessen individuelles, menschenkundliches Bild.
Es fließt in den Behandlungsplan ein, liegt den therapeutischen Begegnungen
zugrunde und wird in ihnen wirksam.

 

 

3. Behandlungskonzept nach oben

3.1 Konventionelle Behandlungsschritte

Konventionelle Diagnostik und Therapie sind Grundlage unserer Arbeit.
 

3.1.1 Diagnostik und Therapienach oben

Die psychische Diagnostik erfolgt durch:

  • die umfassende Anamneseerhebung (psychiatrische Krankheitsanamnese, biographische Anamnese, Sozialanamnese, Familienanamnese, vegetative und somatische Anamnese)
  • den psychopathologischen Befund auf der Basis von ICD 10 (internationale Klassifikation psychischer Störungen)
  • ergänzende psychodiagnostische Testverfahren.

Die somatische Diagnostik umfasst:

  • den internistischen Befund
  • den neurologischen Befund
  • Laboruntersuchungen von Blutwerten und Urin-Status
  • EKG
  • Externe apparative Untersuchungen
 

3.1.2 Behandlungsschwerpunkte nach oben

Wir behandeln Patienten mit folgenden akuten Erkrankungen (Behandlungsspektrum):

  • depressive Störungen
  • manische Störungen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • somatoforme Störungen
  • Anpassungs- und Belastungsstörungen
  • schizophrene Störungen
  • schizoaffektive Störungen
  • symptomatische psychische Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Essstörungen
  • Suchterkrankungen, wenn sie mit anderen psychischen Störungen im Zusammenhang stehen.
  • dementielle Erkrankungen
  • Störungen bei Intelligenzminderungen
  • Entwicklungsstörungen
 

3.1.3 Ärztliche und pflegerische Gesprächenach oben

Das ärztliche und pflegerische Gespräch ist die Grundlage der Therapie.

Das ärztlich-psychiatrische Gespräch hat vor allem stützenden, begleitenden und entlastenden Charakter. Neben der Wahrnehmung des augenblicklichen Befindens werden insbesondere das Krankheitsverständnis, die Krankheitsursachen, Früherkennung und Rückfallverhütung sowie Suizidalität bearbeitet.

Wesentlich sind dabei auch alle sozialen Verhältnisse sowie die Einbindung von Angehörigen und Bezugspersonen.

Im ärztlich-psychotherapeutischen Gespräch bearbeitet der Patient die innere seelische Problematik. Tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze beziehen wir situativ mit ein.

In den regelmäßigen Bezugspflegegesprächen wird der Patient im Sinne des Pflegeprozesses begleitet. Es wird mit ihm eine individuelle Pflegeplanung erstellt, ausgewertet und aktualisiert. Dabei werden die Alltagskompetenzen sowie die soziale Situation auf der Station und zu Hause bearbeitet.

Der Kontakt zu Angehörigen und Bezugspersonen wird reflektiert und unterstützend begleitet.

 

 

3.1.4 Soziale Fragennach oben

Soziale Fragen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung stehen, werden mit den Mitarbeitern des Sozialdienstes bearbeitet.

In enger Zusammenarbeit mit den übrigen Berufsgruppen unterstützen unsere Sozialarbeiter den Patienten mit psychosozialer Diagnostik und Beratung. Gemeinsam mit dem Patienten werden an der Realität orientierte Veränderungsmöglichkeiten und Lösungswege entwickelt und so weit als möglich umgesetzt. Dabei werden seine persönlichen Stärken‚ Vorstellungen und Bedürfnisse mitberücksichtigt.

Im Einzelnen handelt es sich um

  • Hilfen bei der Abklärung finanzieller Ansprüche und Verbindlichkeiten wie Krankengeld, Arbeitslosengeld II, Schulden, Renten u.a.
  • Fragen der beruflichen Zukunft
  • Sozialpsychiatrische ambulante Angebote und Wohnmöglichkeiten
  • Hilfen bei der Vorbereitung ambulanter und teilstationärer Weiterversorgung wie Tagesklinik, psychiatrische Institutsambulanz, Soziotherapie, ambulante Pflege u.a.
  • die Einleitung nachstationärer Rehabilitation
  • und anderes mehr
 

3.1.5 Psychopharmaka nach oben

Eine Symptomreduktion der seelischen Erkrankung folgt durch den Einsatz von Psychopharmaka.

Indikation und Dosierung der Psychopharmakotherapie richten sich nach den heute üblichen Leitlinien (Praxisleitlinien in Psychiatrie und Psychotherapie, herausgegeben von der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde).

Dabei beachten wir die Bereitschaft und Freiwilligkeit der Patienten. Krankheitsaufklärung sowie Aufklärung über Wirkungen und Nebenwirkungen der Medikamente gehören zu jeder Behandlung.

 

 

3.1.6 Milieutherapie nach oben

Durch die milieutherapeutische Arbeit auf den einzelnen Stationen werden die sozialen Kompetenzen angesprochen, systematisch weiterentwickelt und geübt.

Die Pflegenden stärken im Stationsmilieu die natürlichen Rhythmen wie Ruhe und Aktivität im Alltag sowie die Beschäftigung mit den Jahreszeiten und den Festen.
Die alltäglichen Situationen auf der Station und in anderen Bereichen der Klinik nutzen wir als Lernfelder, in denen sich soziale Wahrnehmung, Interessefähigkeit, Eigenaktivität und Mitverantwortung entwickeln können.

Durch reflektierende und unterstützende Angebote im Rahmen des therapeutischen Stationsmilieus kann der Patient seine krankheitsbedingten Schwierigkeiten im Alltäglichen und im Zwischenmenschlichen mildern und bewältigen lernen.

Wir haben folgende Schwerpunkte der Milieutherapie:

  • morgendliche Stationsrunden
  • gemeinsame Mahlzeiten auf der Station
  • persönliche Ämter auf der Station
  • Gruppenarbeit zu bestimmten Themen
  • gemeinsame Gestaltung der Jahresfeste
  • Kochgruppe
  • geführte Spaziergänge
  • Einkaufstraining
  • Bahnfahrten als Belastungstraining
 

3.1.7 Psychoedukation nach oben

Der Patient möchte seine Krankheit verstehen und will Selbstverantwortung übernehmen (Psychoedukation).

Wir bieten Psychoedukation in störungsspezifischen Therapiegruppen an durch ein interdisziplinäres Team (Ärzte und Pflegende). In strukturierten Therapiestunden werden Krankheitsverständnis, Krankheitsbewältigung und Prophylaxe vermittelt.

Für folgende Krankheitsbilder gibt es psychoedukative Gruppen:

  • depressive Störungen
  • Angststörungen
  • schizophrene Erkrankungen
 

3.2 Anthroposophische Behandlungsschrittenach oben

Wir ergänzen konventionelle Diagnostik und Therapie durch Verfahren der anthroposophisch erweiterten Medizin.

Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der anthroposophischen Medizin ergänzen das Spektrum konventioneller Behandlung in vielfältiger Weise.

Durch den Einsatz verschiedener therapeutischer Maßnahmen werden die körperlichen und seelischen Ressourcen umfassend aktiviert und differenziert.

 

 

3.2.1 Anthroposophische Medikamentenach oben

Durch anthroposophische Medikamente und äußere Anwendungen wird die Selbstregulation körperlicher Vorgänge angeregt.

Seelische Erkrankung wird als Störung der gesamten Funktionalität des Körpers und nicht nur als eine Neurotransmitterstörung des Gehirns verstanden.

Der gezielte Einsatz anthroposophischer Medikamente (mineralische, pflanzliche, tierische Substanzen) sowie die Durchführung äußerer Anwendungen, balneophysikalischer Maßnahmen und rhythmischer Massage nach Wegman/Hauschka regulieren funktionelle und konstitutionelle Einseitigkeiten des Körpers, die im Zusammenhang mit der psychiatrischen Symptomatik stehen.

 

 

3.2.2 Bewegungstherapienach oben

Die bei allen seelischen Erkrankungen gestörte Intentionalität im Ergreifen des persönlichen Willens wird therapeutisch beeinflusst durch eine differenzierte Bewegungstherapie.

Folgende Formen von Bewegungstherapie werden angeboten:

  • Gymnastik in Gruppen
  • Krankengymnastik als Einzeltherapie
  • Eurythmie in Gruppen
  • Sportgruppen
  • Morgensport
 

3.2.3 Gestalterische Arbeitnach oben

Im gestalterischen Arbeiten wird Raum geschaffen für schöpferische Gestaltungsprozesse.

Es handelt sich um ein gezieltes und geführtes künstlerisches sowie handwerkliches Arbeiten. Es regt eigene schöpferische Gestaltungskräfte an, fördert Belebung und Entspannung und lässt Freude entstehen als Grundlage für Handlungsfähigkeit und Zukunftsorientierung.

Folgende Angebote werden vorgehalten als Einzeltherapie in der Gruppe:

  • Plastizieren mit Ton
  • Malen und Zeichnen
  • Schnitzen und Holzarbeit
  • Steinmetzarbeit
  • Flechten
  • Weben
 

3.2.4 Arbeitstherapienach oben

In der Arbeitstherapie setzt der Patient bewusst seinen Willen ein und stärkt das Vertrauen in seine Handlungsfähigkeit.

Bei der Arbeitstherapie wird der tätige Wille in der Auseinandersetzung mit der Außenwelt gefordert. Die wirkenden Elemente in der Arbeit sind die Intention des Arbeitenden, seine Fähigkeiten und Kenntnisse und die Hingabe im Tun.

Arbeit beansprucht den ganzen Menschen, verlangt Aufmerksamkeit und Selbstüberwindung und führt in den Körper. Arbeitstherapie bereitet die
nachstationäre Zeit vor.

Wir bieten an:

  • Arbeitstherapie in der Klinikküche
  • Waldarbeit
  • Arbeitstherapie in Haushalten und Betrieben
 

3.2.5 Ernährungnach oben

Seelische Gesundheit ist in zunehmendem Maße auch abhängig von der Qualität einer gesunden Ernährung.

Fast alle Lebensmittel enthalten chemische Zusatzstoffe. Durch die Verwendung von Aromastoffen und Geschmacksverstärkern sind Geschmack und Geruch gesunder Lebensmittel heute kaum mehr bekannt. Immer mehr Menschen leiden an Unver-träglichkeiten bestimmter Nahrungsmittel, auch im Zusammenhang mit seelischen Krankheiten. In der regelmäßigen und sinnvollen Zubereitung der Nahrung besteht oftmals eine große Hilflosigkeit.

Wir bieten:

  • eine vollwertige Ernährung mit biologischen und biologisch-dynamischen Nahrungsmitteln
  • gemeinsame Mahlzeiten mit pflegerischer Begleitung als psychohygienisches Element
  • Durchführung von theoretischen Schulungen in Ernährung, Erlernen und Einüben der Zubereitung von einfachen, gesunden Mahlzeiten (Therapieküche).
 

3.2.6 Atem und Rhythmusnach oben

Seelische Gesundheit wird gestützt durch Schulung von Atem und Rhythmus.

Eine immer größere Anzahl seelischer Erkrankungen entsteht durch moderne zivilisatorische Einseitigkeiten wie Hektik, fehlende Stille, Unruhe, Anspannung, Effizienzdruck.

Die Folge davon ist eine tiefgehende Störung von äußerer und innerer Atmung
sowie aller natürlich gegebener Rhythmen (Schlafrhythmus, Verdauungsrhythmus, Herzrhythmus usw.)

Therapeutische Gruppen zur Rhythmisierung sind:

  • Musiktherapie (instrumental und als Gesangstherapie)
  • Sprachgestaltung
  • Eurythmie
 

3.2.7 Wahrnehmung, Achtsamkeit und Aufmerksamkeitnach oben

Wahrnehmung, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit werden durch besondere Übungen geschult (Seelenübungen).

Das Wahrnehmungsvermögen ist bei jeder seelischen Krankheit eingeengt und auf innerseelische Erlebnisse fixiert. Durch spezielle Übungen werden Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Gleichgewicht sowie Aufmerksamkeit und Achtsamkeit
in all diesen Bereichen geübt. Die Übungen werden im Wesentlichen durch die Mitarbeiter der Pflege durchgeführt.

Im Einzelnen handelt es sich um:

  • Bildbetrachtung
  • Pflanzenbeobachtung
  • Gegenstandsbeobachtung
  • Zeichnen von Pflanzenformen sowie geometrischen Formen
  • Schreibübung
  • Tastübungen
  • Balancier- und Gleichgewichtsübungen
  • Geruchs- und Geschmacksübungen
  • Tagesvorblick
  • Tagesrückschau
  • Wochenvorblick
  • Wetterbeobachtung
 

3.2.8 Kulturleben nach oben

Die Begegnung mit echten kulturellen Werten soll angeregt werden (Kulturleben).

Wir führen dies herbei durch:

  • eine lebendig gestaltete Naturumgebung (Garten und Park)
  • organische Bauformen und entsprechende Farbgestaltung
  • ein regelmäßiges und vielfältiges Kulturleben (Vorträge, Konzerte,
    Theater und Eurythmieaufführungen, jahreszeitliche Feste u.a.)
 

3.2.9 Gesprächsgruppen zu Sinn- und Lebensfragennach oben

In verschiedenen Gesprächsgruppen setzt der Patient sich mit Sinn- und Lebensfragen auseinander.

Seelische Krankheit führt oft an eine innere Grenze und ruft Fragen nach dem Sinn
des eigenen Lebens, nach Geburt und Tod und nach weitergehenden Schicksalszusammenhängen auf. Anthroposophie kann dabei eine Hilfe sein.

Wir bearbeiten diese Fragen in der:

  • Märchengruppe
  • Arbeitsgruppe an Textstellen der Evangelien
  • Arbeitsgruppe Lebensfragen
 

3.2.10 Vorbereitung zur Entlassungnach oben

Die nachstationäre Behandlung mit den verschiedenen ambulanten Therapiemöglichkeiten bereiten wir vor.

Psychiatrische Akutbehandlung im Krankenhaus reduziert sich immer mehr auf Krisenintervention. Die Weiterführung der verschiedenen therapeutischen Möglich-keiten wird zusammen mit dem Patienten vorbereitet und organisiert:

  • ambulante fachärztliche und allgemeinärztliche Behandlung mit Weiterführung
    der Medikation
  • psychotherapeutische Behandlung als Einzel- und Gruppentherapie
  • soziotherapeutische Angebote
  • Kunsttherapie als Einzel- und Gruppentherapie
  • Heileurythmie und Gruppeneurythmie
  • weitere therapeutische Bewegungsangebote
  • Selbsthilfegruppen
  • Angehörigengruppen

 

Bio - Zertifikat als PDF-Dokument
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