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Präambel
Unser
Leitbild
Menschen mit seelischen Erkrankungen bedürfen einer stationären
Behandlung, wenn die Möglichkeiten der ambulanten Behandlung
nicht ausreichen.
Die Friedrich-Husemann-Klinik stellt sich
als Akutkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie diesen
Anforderungen auf ihre Weise. Sie berücksichtigt dabei auch
die Umstände der gegenwärtigen Zeit wie z. B. Stress,
Atemlosigkeit, Ungleichgewicht zwischen Intellekt und Gefühl,
Bewegungsarmut, Reizüberflutung, Arbeitslosigkeit, Vereinsamung,
Werteverfall, aber auch neu erwachtes spirituelles Bedürfnis
und verstärkte Individualisierung.
Grundlage der Behandlung ist der aktuelle
Wissensstand der heutigen Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie sowie
die Erkenntnisse und Erfahrungen der Anthroposophischen Medizin.
Die Behandlung umfasst Psychopharmakotherapie, Gesprächs- und
Psychotherapie, soziale Hilfen sowie körperorientierte Konstitutionstherapien
(anthroposophische Medikamente, äußere Anwendungen),
Bewegungstherapien (Gymnastik, Sport, Eu-rythmie), vielfältige
Kunsttherapien, Arbeitstherapie, Seelenübungen sowie Übung
der sozialen Fähigkeiten und Pflege des kulturellen Lebens.
Damit greifen wir den Impuls von Friedrich
Husemann auf, der die Einrichtung 1930 als private Nervenklinik
(Sanatorium Wiesneck) begründete. Sein methodischer Ansatz
einer durch Anthroposophie erweiterten Medizin und Psychiatrie wurde
seitdem weiterentwickelt und den jeweiligen Anforderungen angepasst.

Unsere
Qualitätsziele
Während unser Leitbild unserer visionären
Grundorientierung entspricht, sind die Qualitätsziele die konkrete
Umsetzung. Damit sind sie durch Patienten, deren Angehörige,
Mitarbeiter, Vorstand/Geschäftsleitung und Betriebsleitung
messbar.
Zu den Qualitätszielen sind -
wenn möglich - Maßnahmen und Messkriterien formuliert.
Alle 3 Jahre überprüft die Qualitätskommission
die Ziele einschließlich Maßnahmen und Messkriterien
und nimmt bedarfsorientiert Ergänzungen vor.
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1.
Freiheit und Selbstverantwortung 
Grundlage unserer Arbeit ist die Überzeugung,
dass der Mensch sich zu Freiheit und Selbstverantwortung hin entwickeln
kann. Die Achtung der menschlichen Würde ist dabei Voraussetzung.
Dies gilt sowohl für den Patienten in seinem Verhältnis
zu Krankheit und Gesundung wie auch für den Mitarbeiter in
seinem Verhältnis zur täglichen Arbeit, seinen Impulsen
und Initiativen.
Unser
Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Die Patienten werden innerhalb der ersten
24 Stunden nach Aufnahme in die Behandlungsplanung einbezogen.
Zur Planung gehören die individuellen Behandlungs-ziele, die
entsprechenden Therapien und die medikamentöse Behandlung.
Eine Anpassung erfolgt fortwährend im Verlaufe des Behandlungsprozesses.
Der Behandlungsverlauf wird aus ärztlicher und pflegerischer
Perspektive dokumentiert.

Maßnahmen
und Messkriterien:
Die Behandlungsziele werden auf allen
Stationen in der wöchentlichen interdisziplinären Zielbesprechung
überprüft und dokumentiert.
Wöchentliche
Umsetzung
Auf Grund der letzten Patientenbefragung
2010 arbeiten wir daran, den Therapieplan und die Therapieziele
differenzierter zu erklären.
Es ist unser
Ziel, durch ärztliche und pflegerische Interventionen Zwangs-maßnahmen
abzuwenden. Für den Fall, dass sie unabwendbar sind, unterstützen
Leitlinien die Mitarbeiter. Dreimonatlich finden Übungen für
Pflegende und Ärzte zur Fixierung statt. Dabei werden auch
deeskalierende Maßnahmen besprochen.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Die Vorkommnisse werden
monatlich erfasst, in den Teambesprechungen und in der Oberarztkonferenz
ausgewertet sowie einmal jährlich in der Betriebsleitungskonferenz
mit Vorjahreswerten verglichen.
Laufende
Umsetzung
In wöchentlichen Gesprächsrunden
und in der anthroposophischen Gesprächs-gruppe können
Patienten ihre Fragen bearbeiten, z.B. Eigenfürsorge, Abgrenzung,
Bewältigung von Stress, Umgang mit Schuldgefühlen, Umgang
mit Sterben und Tod, Leben nach dem Tod, Sinnhaftigkeit von Krankheit
und Schicksal.
Wöchentliche
Umsetzung
In regelmäßigen bereichsübergreifenden
Besinnungsstunden wird verstorbener Patienten und Mitarbeiter gedacht.
Jeder Suizid wird mit dem jeweiligen Team aufgearbeitet und es findet
eine stationsbezogene interdisziplinäre Gedenkveranstaltung
mit den Mitarbeitern statt, in bestimmten Situationen auch mit den
Patienten.
Laufende
Umsetzung
Bei uns sind Patienten Gäste,
auf deren Privatsphäre großer Wert gelegt wird.
Alle Mitarbeiter in den patientennahen Bereichen einschließlich
Infrastrukturbereich werden in das Thema eingeführt. Die Hausmeister
und externe Dienstleister wie z. B. Handwerker haben nur über
den Pflegedienst Zugang zu den Patientenzimmern.
Laufende
Umsetzung
In
mindestens einmal jährlich stattfindenden Mitarbeiterversammlungen
informieren Betriebsleitung und Vermittlungskreis / Betriebsrat
(VKBR) über aktuelle Entwicklungen und Ziele der Klinik. Die
Arbeitsbereiche stellen sich vor, die Wahrnehmung des ganzen Betriebs
wird ermöglicht. Über Anregungen und Fragen der Mitarbeiter
wird offen disku-tiert. Die Termine werden zu Beginn eines Jahres
festgelegt und die Tagesordnung spätestens eine Woche vorher
bekannt gegeben. Weitere Veröffentlichungen erfolgen über
die Betriebszeitschrift "Globuli", das Intranet und Aushänge.
Die Protokolle der Betriebsleitungskonferenz zirkulieren in allen
Bereichen und sind jedem Mitarbeiter zugänglich.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Es wird angestrebt, dass
die Führungskräfte zu 75% an Mitarbeiterversammlungen
teilnehmen.
Laufende
Umsetzung
Träger der Friedrich-Husemann-Klinik
ist ein Verein, dessen ordentliche Mitglieder auch Mitarbeiter sind.
Alle Mitarbeiter können Mitglied im Trägerverein werden.
Im Jahre 2011 waren über 50 % der fest angestellten Mitarbeiter
zugleich auch Vereinsmitglieder. Im Rahmen der Satzung bestimmen
die Mitarbeiter in ihrer Funktion als Vereinsmitglieder die Geschicke
der Klinik mit.
Laufende
Umsetzung
In den Einstellungs- und Probezeitendgesprächen
geht es neben der Fachlichkeit auch um die Grundhaltung des Bewerbers
zur anthroposophischen Ausrichtung der Friedrich-Husemann-Klinik
und zum Medizinisch-Therapeutischen Konzept. Außerdem wird
formuliert, dass von den neuen Mitarbeitern Eigeninitiative und
Selbstverantwortung erwartet werden.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Für
diese Gespräche liegt jeweils eine Checkliste vor.
Laufende
Umsetzung
Neben Eigeninitiative und Selbstverantwortung
haben klare Führungsstrukturen einen hohen Stellenwert. Sie
stecken den Rahmen ab, in dem sich der Einzelne entwickeln kann.
Alle Mitarbeiter kennen das Organigramm der Friedrich-Husemann-Klinik
und aufgabenbezogen die jeweiligen Bereichsorganigramme, die Geschäfts-ordnungen,
den Geschäftsverteilungsplan sowie die Aufgaben- und Verantwortungsbeschreibungen.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Alle
o.a. Dokumente sind für alle Mitarbeiter jederzeit im Managementhandbuch
/ Intranet zugänglich. Die Bereichsleiter sind verpflichtet,
die Mitarbeiter über die Führungs- und Organisationsstruktur
bzw. deren Änderungen zu informieren.
Laufende
Umsetzung
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2.
Gestaltung der therapeutische Beziehungen 
Im Vordergrund der Behandlung steht die
partner-schaftlich ausgerichtete therapeutische Beziehung. Gemeinsam
richten wir den Blick auf seine aktuelle Lebenssituation. So kann
sich Selbstvertrauen, Eigeninitiative und Selbst-verantwortung entwickeln,
als Grundlage zur Veränderung, Akzeptanz oder Neugestaltung
des persönlichen Schicksals.
Unsere therapeutische Arbeit unterstützt
die Res-sourcen des Patienten und mobilisiert seine natürlichen
Selbstheilungskräfte. Wir regen Psychohygiene und Prophylaxe
an. Wir setzen auf die Entwicklungsfähigkeit jedes Menschen
und die Sinnhaftigkeit von Krise und Krankheit.

Unser
Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Die Ressourcen eines jeden Patienten
werden im Aufnahmegespräch (Selbst- und Fremdanamnese, Pflegeanamnese)
erfasst. Innerhalb von 24 Stunden werden die Behandlungsziele unter
Berücksichtigung der Ressourcen durch einen Oberarzt und im
weiteren Behandlungsverlauf wöchentlich in der interdisziplinären
Zielbesprechung überprüft. Außerdem spielen Ressourcen
im laufenden Behandlungsprozess für Ärzte, Pflegende,
Therapeuten und Sozialarbeiter eine wichtige Rolle.
Laufende
Umsetzung
In den Kunst-, Werk- und Arbeitstherapien
und im Zusammen-hang mit unseren milieutherapeutischen Aktivitäten
auf der Station werden die Patienten in ihrer Initiative angeregt.
Sie üben ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und bekommen
so ein Gefühl für ihre eigenen Ressourcen.
Laufende
Umsetzung
In
den psychoedukativen Gruppen, in den Bezugspflegegesprächen
und durch die Seelenübungen (Aufmerksamkeits-, Beobachtungs-
und Willensübungen) werden Selbstreflexion und Eigenfürsorge
der Patienten gefördert.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Ein Konzept "Psychoedukative
Gruppe" für die Diagnosen Schizophrenie, Depression
und Angststörungen liegt vor.
Die examinierten Pflegenden sind zu 84% im Basiskurs, zu 56% im
Aufbaukurs und zu 37% in der Anordnungskompetenz durch eine klinikinterne
zertifizierte Ausbildung "Seelenübungen" geschult.
Sie werden individuell verordnet und einmal bis mehrmals täglich
unter Anleitung von Pflegenden oder alleine geübt.
In den Bezugspflegegesprächen wird der Patient in seiner Beziehungsgestaltung,
in
der Alltagskompetenz und in seinen Interessen unterstützt und
gefördert.
Laufende
Umsetzung
Unseren Mitarbeitern werden eine
Vielzahl von internen Fortbildungs-veranstaltungen angeboten,
z. B. vierteljährliche interdisziplinäre Fortbildungen,
vierzehntägig Ärztefortbildung, jährliche Schulungen
der Pflegenden in äußeren Anwendungen (Wickel, Bäder
und rhythmische Einreibungen) und Seelenübungen,
10 Supervisionen pro Jahr und Stationsteam.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Die Beteiligung an Fortbildungsmaßnahmen
wird per Teilnehmer-liste dokumentiert und ausgewertet. Die Veranstaltungen
werden bei den interdisziplinären Fortbildungen durch Evaluationsbögen
analysiert.
Für die Supervision liegt ein Konzept zugrunde, es wird jährlich
- auch anhand der Teilnehmerlisten - evaluiert.
Laufende
Umsetzung
Psychiatrische sowie anthroposophische
Fachweiterbildung, Fortbildung im Pflegedienst und Therapieausbildungen
für den Ärztlichen Dienst (z. B. Psychotherapie, anthroposophische
Therapie) werden gefördert.
Jede Stationsleitung verfügt über eine entsprechende Qualifizierung.
Laufende
Umsetzung
Mit anderen Einrichtungen wird ein
reger Austausch über die ärztlichen, pflegerischen, sozialpsychiatrischen
und therapeuti-schen Themen geführt.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Die Ärzte pflegen den fachlichen Austausch
u.a. mit der Psychiatrischen Universitäts-klinik Freiburg,
mit dem Zentrum für Psychiatrie Emmendingen und mit den anthroposophisch
psychiatrischen Abteilungen der Kliniken in Herdecke, Berlin, Filderstadt
und Arlesheim (Schweiz).
Pflegende stehen mit den regionalen akut psychiatrischen Kliniken
in laufendem Kontakt und arbeiten in dem überregionalen Arbeitskreis
"Anthroposophisch psychiatrische Pflege" mit.
Die Mitarbeiter des Sozialdienstes pflegen den Kontakt mit den regionalen
sozialpsychiatrischen Diensten und nehmen an den jährlichen
überregionalen Treffen anthroposophischer Sozialtherapeuten
teil.
Therapeuten beteiligen sich an den zweimal jährlichen Arbeitstreffen
der baden-württembergischen psychiatrischen Kliniken und an
der internationalen Tagung für Anthroposophische Kunsttherapie
am Goetheanum.
Laufende
Umsetzung
Haben Mitarbeiter an externen Fortbildungsveranstaltungen
teilgenommen, geben sie - gemäß des Mottos "Kollegen
schulen Kollegen" - ihre erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen
im Team, in Arbeitsgruppen oder in Besprechungen weiter.
Laufende
Umsetzung
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3.
Dialog und Zusammenarbeit
Wir suchen und pflegen den Dialog und die
Zusammenarbeit mit Angehörigen, einweisenden Ärzten, weiteren
medizinischen Institutionen, sozialpsychiatrischen Einrichtungen,
Kostenträgern, Behörden und der Öffentlichkeit.
Wir verstehen uns als aktiver Teil der Anthroposophisch-Medizinischen
Bewegung,
wie sie von Rudolf Steiner und Ita Wegman begründet wurde und
wie sie von der Medizinischen Sektion am Goetheanum in Dornach fortgeführt
wird.
Unser Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Wir pflegen den fortlaufenden Kontakt
mit den einweisenden Ärzten, den Kostenträgern, den umliegenden
psychiatrischen Kliniken wie z.B. der Psychiatrischen Universitätsklinik
Freiburg und dem Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.
Maßnahmen und Kennzahlen:
Alle Anmeldungen für die stationäre
Behandlung werden von den Leitenden Ärzten telefonisch persönlich
entgegengenommen.
Die Assistenzärzte nehmen auch an dem Curriculum der Psychiatrischen
Universitätsklinik teil.
Die Friedrich-Husemann-Klinik ist in den regionalen Verbund "Fachweiterbildung
Pflege Psychiatrie" eingebunden.
Für die Versorgung mit Arzneimitteln sowie für
die Aktualisierung der online-gestützten Datenbank über
Medikamente und Medizinprodukte besteht eine Kooperation mit
der Apotheke des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen.
Maßnahmen und Kennzahlen:
Mindestens einmal jährlich findet die
Arzneimittelkommission statt.
Jährliche Umsetzung
Im Bereich der Krankenhaushygiene arbeiten wir mit dem Deutschen
Beratungszentrum für Hygiene in Freiburg (BZH) zusammen.
Maßnahmen und Kennzahlen:
Durch die vom BZH gestellten Hygienefachkräfte
und die ärztliche krankenhaushygieni-sche Hotline wird die
Klinik regelmäßig vor Ort betreut, beraten und informiert.
Das
BZH führt außerdem Mitarbeiterschulungen durch. Der Newsletter
zum Thema Hygiene, Infektiologie, Antibiotika und Ökologie
im Krankenhaus erscheint mehrmals jährlich.
Die Hygienekommission findet 3x im Jahr statt.
Laufende Umsetzung
Die Angehörigenarbeit hat einen hohen Stellenwert. Auf
Station finden situativ Gespräche mit Angehörigen durch
Ärzte, Pflegende und Mitarbeiter des Sozialdienstes statt.
Darüber hinaus werden 6x jährlich themenbezogene Angehörigentreffen
angeboten.
(siehe auch )
Laufende Umsetzung
Die Mitarbeiter der Friedrich-Husemann-Klinik nehmen regelmäßig
an externen Fach- und Jahrestagungen teil.
Maßnahmen:
Ärzte besuchen den Verband leitender
Ärztinnen und Ärzte der Kliniken für Psychiatrie
und Psychotherapie (BDK)
Ärzte und Pflegende nehmen an der Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde
(DGPPN) teil.
Ärzte und Therapeuten wirken bei der Internationalen Tagung
für Anthroposophische Kunsttherapie am Goetheanum mit.
Ärzte, Pflegende und Therapeuten sind an der Jahrestagung der
Medizinischen Sektion am Goetheanum, Dornach (CH) anwesend.
Mitarbeiter der Speiseversorgung nehmen an den Tagungen der Krankenhausküchenleiter
und an Veranstaltungen zu Hygienevorschriften teil.
Mitarbeiter der Hauswirtschaft treffen sich mit den Kollegen des
hauswirtschaftlichen Berufsverbands (ERFA) und des hauswirtschaftlichen
Ausbilderverbandes einschließlich Internationalen Bundes für
Sozialarbeit (IB).
Mitarbeiter der Haustechnik sind bei Tagungen zu Arbeits- und Brandschutz
zugegen.
Mitarbeiter der Verwaltung nehmen an Krankenhausmanagement-Fachtagungen
teil.
Laufende Umsetzung
Die Geschäftsführung pflegt den Dialog und die Zusammenarbeit
mit folgenden Verbänden: Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft,
Verband der privaten Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen
einschließlich der Fachgruppe neues Entgeltsystem Psychiatrie
und Psychosomatik, Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands
einschließlich der Fachgruppe Psychiatrie, Verband Anthroposophischer
Kliniken e.V., Deutscher Pa-ritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband
Baden-Württemberg.
Die Informationen dieser Verbände werden durch die Geschäftsführung
gezielt an die Mitarbeiter weitergeleitet. Die für die Aufgabenerfüllung
wichtigen Veranstaltungen dieser Einrichtungen werden besucht und
die Kontakte zu den Ansprechpartnern persönlich gepflegt.
Laufende Umsetzung
Die Führungskräfte der Friedrich-Husemann-Klinik
pflegen den Kontakt zu ihren leitenden Kollegen anderer psychiatrischer
Kliniken. Diese Kontaktpflege erfolgt regional als auch landes-
und bundesweit.
Laufende Umsetzung
Die Sozialarbeiter pflegen den Kontakt mit ihren Kollegen
in der Region wie z.B. dem Sozialpsychiatrischen Arbeitskreis als
auch mit überregionalen sozialpsychiatrischen Einrichtungen.
Laufende Umsetzung
Die Friedrich-Husemann-Klinik ist Mitglied verschiedener anthroposophischer
Fort- und Weiterbildungseinrichtungen wie z.B. der Eugen-Kolisko-Akademie
Filderstadt, der Freien Krankenpflegeschule Filderstadt, der Krankenpflegeschule
Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, des Verbandes anthroposophischer
Pflegeberufe Filderstadt.
Die Veranstaltungen dieser Verbände werden regelmäßig
besucht.
Laufende Umsetzung

Ärztliche, therapeutische und pflegerische
Mitarbeiter unterrichten in verschiedenen Kliniken und Einrichtungen
z. B. Eugen-Kolisko-Akademie Filderstadt, Berufsbegleitendes Ärzteseminar
am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Studienkurs für Medizinstudenten
am Goetheanum Dornach (CH), Carl-Gustav-Carus-Akademie e.V. Hamburg,
Krankenpflegeschule an der Filderklinik.
Laufende Umsetzung
Studenten der medizinischen Fakultät der Universität Witten-Herdecke
absolvieren im Rahmen ihres klinischen Studiums das Blockpraktikum
Psychiatrie in
der Friedrich-Husemann-Klinik und lernen dabei gleichzeitig die
Anthroposophische Psychiatrie kennen.
Laufende Umsetzung
Es bestehen Kooperationen mit verschiedenen Institutionen
des Kindergarten- und Schulwesens sowie der Heilpädagogik zur
Speiseversorgung. Die Klinik ist Mitglied in mehreren Einkaufsverbänden,
z.B. für Lebensmittel und Objekteinrichtung.
Maßnahmen und Kennzahlen: Die Zusammenarbeit
wird durch regelmäßige Gespräche mit Auftragnehmern
bzw. Lieferanten gefestigt und die Wirtschaftlichkeit durch monatliche
Kennzahlen
überprüft.
Laufende Umsetzung
Mitglieder der Geschäfts- und Betriebsleitung kontaktieren
regelmäßig die für die Klinik maßgeblichen
Stakeholder. In den jeweiligen Klinikkonferenzen wird darüber
berichtet und reflektiert.
Laufende Umsetzung
Ein "Tag der offenen Tür" für die interessierte
Öffentlichkeit findet alle zwei Jahre statt, der "Tag
der offenen Werkstätten" jährlich.
Umsetzung alle 2 Jahre bzw. jährlich
Maßnahmen und Kennzahlen:
Die Teilnehmerzahl bei dem Tag der offenen
Tür betrug 2009 und 2011 jeweils über 1.000 Besucher.
Wir nehmen unsere Aufgabe als zweitgrößter Arbeitgeber
in Buchenbach wahr und pflegen eine enge Zusammenarbeit mit
dem Bürgermeister, der Gemeinde-verwaltung, der Freiwilligen
Feuerwehr der umliegenden Gemeinden und den örtlichen Vereinen.
Maßnahmen und Messkriterien:
Die Geschäftsleitung lädt den
Gemeinderat Buchenbach regelmäßig zu Gesprächen
über aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde und in der Klinik
ein. Die Freiwillige Feuerwehr führt einmal jährlich Feuerlöschübungen
mit den Mitarbeitern sowie Begehungen und Einsatzübungen durch.
Vereine (Musikverein, Männergesangverein u.a.) werden regelmäßig
zu Veranstaltungen im Rahmen des Kulturprogramms eingeladen.
Laufende Umsetzung
Die Friedrich-Husemann-Klinik ist seit 2005 Mitgesellschafter
der AnthroMed gGmbH, die sich im Bereich Entwicklung von
Einrichtungen der Anthroposophischen Medizin engagiert.
Laufende Umsetzung
Die Friedrich-Husemann-Klinik ist seit 2008 Mitglied in "Das
Demographie Netzwerk (ddn) - initiative 45plus südbaden"
mit dem Ziel, branchenübergreifende Antworten und Konzepte
auf die gesellschaftlichen Herausforderungen mit zu entwickeln.
Laufende Umsetzung
Der Naturschutzbund (NABU) unterstützt uns bei der ökologischen
Landschafts- und Naturpflege auf dem klinikeigenen Gelände.
Die Angebote können auch von Patienten und Mitarbeitern wahrgenommen
werden.
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4.
Führung und Strukturen
Die
Friedrich-Husemann-Klinik lebt durch das Engagement, die Eigenverantwortung
und die Initiative jedes einzelnen Mitarbeiters. Voraussetzung hierfür
ist ein situativer und mitarbeiterorientierter Führungsstil.
Die Aufgabe der Führungskräfte ist es, zum Wohle der Klinik
die Ziele und Perspektiven der Weiterentwicklung vorzugeben. Hierbei
achten sie auf ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit,
Transparenz und Vertrauensbildung.
Die Führungsprozesse sind im Sinne einer Verantwortungshierarchie
organisiert. Kompetenzen und Fähigkeiten der Führungskräfte
sowie der Mitarbeiter sind hierfür maßgeblich. Im Vordergrund
stehen die Ziele und wie sie auf angemessene Weise erreicht werden
können.

Unser Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Die Führungskräfte der Friedrich-Husemann-Klinik
pflegen aktiv eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen, arbeiten
kollegial, zielorientiert und entwicklungsbereit. Sie sind grundsätzlich
für alle Mitarbeiter ansprechbar.
Laufende
Umsetzung
Maßnahmen und Messkriterien:
Die gesamte Regelkommunikation der Klinik
wird halbjährlich gemeinsam in der Betriebsleitungskonferenz
auf Qualität und Zielerreichung überprüft und ggf.
verbessert.
Die Erreichung der durch die Geschäftsleitung vorgegebenen
Ziele bzw. die Entwicklung der Geschäftsprozesse werden durch
monatliche sowie vierteljährliche Auswertungen und Kennzahlen
durch die Geschäfts- und Betriebsleitung evaluiert.
Monatliche, viertel-, halb- und jährliche
Umsetzung
Geschäftsverteilungsplan, Geschäftsordnungen und Aufgaben-
und Verantwortungsbeschreibungen sorgen für Transparenz
und Eindeutigkeit der Führungs- und Entscheidungsstrukturen.
Diese Instrumente unterstützen die Führungsebenen bei
Planungen, Beratungen und Beschlussfassungen.
Wichtige Entscheidungen werden in der Regel frühestens einen
Tag nach Beschlussvorlage und Beratung getroffen.
Laufende Umsetzung
Die fortlaufende Weiterentwicklung der Führungskompetenz
geschieht durch Coaching, fachliche und persönliche Fort- und
Weiterbildung, kollegiale Beratungs-
und Begleitprozesse.
Laufende Umsetzung
Um eine höchstmögliche Transparenz über die Arbeit
und die Entscheidungen der vierzehntägigen Betriebsleitungskonferenz
zu erreichen, wird das Protokoll nach Verabschiedung der Konferenzteilnehmer
an den Vermittlungskreis/Betriebsrat zur Kenntnisnahme weitergeleitet.
Die Bereichsleiter kommunizieren wiederum regelmäßig
durch Umläufe und/oder in Besprechungen mit ihren jeweiligen
Mitarbeitern die Ergebnisse der Betriebsleitungskonferenz.
Laufende Umsetzung
Zur direkten Weiterleitung von Arbeitsergebnissen und Beschlüssen
an die Mitarbeiter nutzen die Geschäfts- und die Betriebsleitung
das Intranet sowie das Informationsbrett in der Zentralen Auskunftsstelle
im Michaelhaus oder bei Bedarf Anhänge an die monatlichen Gehaltszettel.
Laufende Umsetzung
In Mitarbeiterversammlungen und in der Jahresmitgliederversammlung
des Trägervereins berichten Geschäfts- und Betriebsleitung
über Veränderungen und Entscheidungen, Ergebnisse von
Strategiekonferenzen und über die wirtschaftliche Situation
der Klinik.
Laufende Umsetzung
Bei uns finden regelmäßig Gespräche zwischen
Vorgesetzten und Mitarbeitern statt. Dies sind die Mitarbeitergespräche
im Rahmen der Probezeit, regelmäßige Jahresgespräche,
strukturierte Beratungsgespräche bei Entscheidungen und Gespräche
aus gegebenen Anlässen. Darüber hinaus finden aufgabenbezogene
Jours fixes (Einzel- und/oder Teambesprechungen, Konferenzen) je
nach Bedarf und Gegebenheiten der Bereiche statt.
Laufende Umsetzung
Alle Bereichsleiter schreiben bis zum 31.03. des folgenden
Jahres einen Jahresrück- und -vorblick. Dieser strukturierte,
schriftliche Bericht wird der Geschäftsführung vorgelegt
und allen Bereichsleitern in der Betriebsleitungskonferenz vorgestellt.
In einigen Bereichen (Therapie, Verwaltung und Pflege) werden diese
Jahresrück- und -vorblicke darüber hinaus von den Mitarbeitern
bzw. Teams erstellt und mit den Vorgesetzten durchgesprochen. Dieses
Instrument ist auch Grundlage der Jahresmitarbeitergespräche
und stärkt die Feedback-Kultur.
Laufende Umsetzung und Weiterentwicklung
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5.
Mitarbeiten, mitmachen und mitgestalten
Die Fachkompetenz aller Mitarbeiter
ist Grundlage für unsere Arbeit. Deshalb werden sie entsprechend
ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten eingesetzt und erhalten Möglichkeiten
zur Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Selbstreflexion, Konfliktfähigkeit und Offenheit in sozialen
Prozessen fördern wir ebenso wie Phantasie und Kreativität.
Dabei setzen wir auf Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft.

Unser Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Durch Aufgaben und Verantwortungsbeschreibungen
weiß jeder Mitarbeiter, was von ihm erwartet wird und was
er tun kann. Im fortlaufenden Arbeitsprozess kann sich jeder Mitarbeiter
daher auch entwicklungsorientiert einbringen. Die Stellenbeschreibungen
werden regelmäßig und bedarfsorientiert aktualisiert.
Laufende
Umsetzung
Mitarbeiter sind in ihren
Aufgabengebieten Experten. Sie wirken daher in Arbeits- und
Projektgruppen mit, wie z.B. "Überarbeitung des Leitbildes",
"Arbeitsgruppe Pflegeentwicklung", "Einführung
hausinterner Leistungskatalog und neues Entgelt", "Zusammenlegung
von Stationen" und leisten hierdurch einen aktiven Beitrag
für die Weiterentwicklung der Arbeit in der Friedrich-Husemann-Klinik.
Laufende
Umsetzung
Maßnahmen
und Messkriterien:
Es werden Projektaufträge vergeben
und Abschlußberichte erstellt.
Durch den einmal jährlich zu vergebenden Qualitätspreis
werden von Mitarbeitern durchgeführte Verbesserungsprojekte
besonders gewürdigt.
Laufende bzw. jährliche Umsetzung
In den monatlichen Teamsitzungen, die in allen Bereichen
der Klinik eingerichtet sind, können Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge
einbringen. Die jeweils verant-wortlichen Führungskräfte
oder Gremien beurteilen und entscheiden zeitnah über daraus
resultierende Maßnahmen. Die Mitarbeiter werden über
die Entscheidung unterrichtet.
Laufende Umsetzung
Durch regelmäßig stattfindende Mitarbeiterbefragungen
erhalten Geschäfts- und Betriebsleitung ein Bild über
die Meinungen und Wünsche der Mitarbeiter zu bestimmten Themen.
Sie können so gezielt Problembereiche oder Ideen identifizieren
und diese in konkrete Lösungen oder Verbesserungsmaßnahmen
umsetzen.
Umsetzung alle 3 Jahre
Alle Mitarbeiter können Mitglied im Trägerverein werden
und unternehmerisch die Zielsetzung des Vereins mitbestimmen. Bei
den regelmäßigen Mitarbeiterversammlungen sowie bei der
Jah-resmitgliederversammlung werden aktuelle Informationen ausge-tauscht,
Entwicklungen aufgezeigt, Fragestellungen und Anträge diskutiert
und
darüber entschieden.
Mindestens 1x jährliche Umsetzung
Maßnahmen und Messkriterien:
Es wird eine Vereinsmitgliederquote von
mindestens 50 % der fest angestellten Mitarbeiter angestrebt.
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6.
Wirtschaftliche Basis
Eine gesunde wirtschaftliche Basis ist Voraussetzung
für die Unabhängigkeit der Friedrich-Husemann-Klinik.
Finanzielle Transparenz und Eigenverantwortung in allen Teilbereichen
der Klinik sind hierfür unabdingbar.
Wir passen uns bedarfsorientiert den
Anforderungen von außen an, ohne unsere Identität und
Autonomie aufgeben zu wollen.
Unser Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Der Geschäfts- und Betriebsleitung
steht ein Investitions- und Wirtschaftsplan zur Verfügung.
Die Bereichsleiter planen und beantragen bedarfsorientiert bereichsbezogene
und klinikübergreifende Investitionen.
In der Betriebsleitungskonferenz wird auf Basis mehrjähriger
Planung über deren Realisierung nach Prioritäten unter
Beachtung des Gesamtbudgets entschieden.
Das Konzept der bereichsbezogenen Budgetierung unterstützt
die Führungskräfte auf allen Ebenen, ihre wirtschaftliche
Verantwortung wahrzunehmen.
Maßnahmen und Messkriterien:
Der Investitionsplan wird jährlich
jeweils für drei Jahre erstellt, die Ausgaben werden fortlaufend
durch Controlling überwacht und die Daten den Bereichsleitern
zur Verfügung gestellt.
Laufende
Umsetzung
Die Geschäftsführerin informiert
die Geschäftsleitung wöchentlich über die Wirtschafts-
und Leistungszahlen der Klinik. Die Bereichsleitungen erhalten monatliche
Plan-Ist-Auswertungen und werden in Gremien über die Zahlen
unterrichtet. Die erweiterte Betriebsleitungskonferenz wird einmal
jährlich über die wirtschaftliche Entwicklung der Klinik
informiert.
Maßnahme
und Messkriterien:
Ein bereichsbezogener 3-jähriger
Plan/Ist-Vergleich schafft detaillierte Transparenz über die
wirtschaftliche Entwicklung und erleichtert den Führungskräften
die Planung, Steuerung und Kontrolle.
Alle Ärzte erhalten monatlich detaillierte Auswertungen über
Fremduntersuchungen sowie Arzneimittelverbrauch.
In der Geschäftsleitung werden monatlich die Kennzahlen Wahlleistung
Arzt und Wahlleistung Zimmer ausgewertet.
Laufende
Umsetzung
Die Mitarbeiter werden in der Jahresmitgliederversammlung
des Trägervereins sowie im schriftlichen Jahresrück-
und -vorblick der Klinik (Weihnachtsbrief) umfassend über die
wirtschaftliche Entwicklung informiert.
Laufende
Umsetzung
Wir steigern die Wirtschaftlichkeit durch
Eingehen von Kooperationen in den Bereichen Apotheke, Labor,
Hygiene sowie Einkauf von Lebensmitteln, Ausstattungs- und Wirtschaftsbedarf.
Maßnahmen und Kennzahlen:
Für die Versorgung mit Arzneimitteln
besteht eine Kooperation mit der Apotheke des Zentrums für
Psychiatrie Emmendingen. Mindestens einmal jährlich findet
die Arzneimittelkommission statt. Die Wirtschaftlichkeit wird durch
monatliche Kennzahlen überprüft.
Die Laborleistungen werden von unserem Kooperationspartner Lab Consult
Freiburg übernommen. Monatliche Kennzahlen werden erhoben.
Laufende
Umsetzung
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7.
Forschung
Die Friedrich-Husemann-Klinik unterstützt
und beteiligt sich an Forschungsprojekten und nutzt deren Ergebnisse.
Anthroposophisch-Psychiatrische Fragestellungen sind uns dabei ein
besonderes Anliegen.
Unser Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Die Friedrich-Husemann-Klinik beteiligt
sich regelmäßig an Forschungs-projekten und arbeitet
mit externen Forschungsinstituten zusammen.
Abschluss
Ende 2008
Maßnahmen und Messkriterien:
Das sind z. B. ein Pilotprojekt "Ambulante
Psychoedukation, Kunsttherapie und Sozialberatung bei Depression"
und eine langfristige Studie über ergänzende anthroposophische
Therapie bei depressiven Patienten nach Entlassung aus
stationärer Behandlung.
Die Friedrich-Husemann-Klinik ist im überregionalen Arbeitskreis
"Medizinisch-Pharmazeutische Arbeitsgruppe zum Verständnis
von Heilmitteln bei seelischen Erkrankungen" seit 20 Jahren
aktiv vertreten und nutzt die Ergebnisse für ihre praktische
Arbeit. Seit zwei Jahren wird an der Weiterentwicklung der anthroposophischen
Metalltherapie bei seelischen Erkrankungen gearbeitet.
Laufende Umsetzung
In medizinischen Fachzeitschriften werden Aufsätze aus
dem Bereich Anthroposophische Psychiatrie veröffentlicht.
Maßnahmen und Messkriterien:
Seit 2009 sind in Fachzeitschriften
erschienen z.B. "Gencydo in der Therapie dissoziativer Symptome",
"Grauspießglanz (Antimonit)", "Anthroposophische
Behandlung von depressiven Patienten", "Psychiatrie an
der Schwelle", "Was heißt seelische Gesund-heit?
Leib-Seele-Geist".
Laufende
Umsetzung
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8.
Umwelt und Lebensqualität
Zur Verantwortung gegenüber der
Umwelt und zur Förderung der Lebensqualität
gehört für uns die Pflege der umgebenden Natur und die
Ernährung nach biologisch-dynamischen Grundsätzen; außerdem
der sorgsame Umgang mit Energie, Rohstoffen und Materialien.
Umwelt und Lebensqualität sind wesentlicher Teil unseres medizinisch-therapeutischen
Konzeptes.

Unser Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Als Handlungsrahmen
existieren ein Umweltschutzkonzept und Richtlinien für das
Beschaffungswesen der Klinik.
Unser zehnjähriges Energieeinsparungskonzept zielt besonders
darauf ab, fortlaufend Investitionen zu tätigen, um Energie
einzusparen oder durch besondere Maßnahmen einen möglichst
schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu gewährleisten.
Laufende Umsetzung
In unserer Küche wird ein großer Anteil an ökologisch
und biologisch-dynamisch erzeugten Produkten verarbeitet.
Maßnahme
und Messkriterien:
Die Küche ist durch die Lacon
GmbH "Bio"-zertifiziert. Dieses Qualitätssiegel wird
durch ein jährliches Audit seit 2007 bestätigt.
Jährliche
Umsetzung
In Hauswirtschaft und Küche werden
im Rahmen der Hygienebestimmungen möglichst ökologisch
unbedenkliche Putz- und Reinigungsmittel verwendet.
Maßnahme
und Messkriterien:
Die Lieferanten müssen ebenfalls entsprechende Zertifikate
vorlegen.
Jährliche
Umsetzung
Aus Gründen des Klimaschutzes
wird der Ausbau regenerativer Energieversorgung bzw. die weitere
Umrüstung auf kohlendioxidneutrale Energieformen angestrebt.
Dies wird durch das Umweltschutzkonzept gewährleistet.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Die Energieversorgung der Klinik wird
z.B. durch eine Pellet-Heizung, eine thermische Solaranlage, eine
Erdklimaanlage sowie den Bezug von Ökostrom umweltverträglich
gewährleistet.
Laufende
Umsetzung
Die Pflege des Parkgeländes sowie die
Bewirtschaftung des verpachteten Gartens erfolgt nach biologisch-dynamischen
Richtlinien. Der verpachtete landwirtschaftliche Betrieb wird ökologisch
bearbeitet.
Laufende
Umsetzung
Bei der Instandhaltung von Gebäuden
und Inventar werden so weit wie möglich ökologisch
unbedenkliche Materialien eingesetzt (wasserlösliche Farben
und Lacke, Öle, Vollholz statt Kunststoff etc.). Bei Neubauten
und Neuanschaffung von Inventar wird ebenfalls auf diese Kriterien
geachtet.
Laufende
Umsetzung
Die Abfalltrennung erfolgt systematisch
nach Glas, Papier, Metall, gelber Sack, Bio-Tonne, Papierhandtücher
und Restmüll. Es werden nur wenige Einmalartikel verwendet.
Die Patienten werden um Unterstützung gebeten.
Den Flyer "Clever verwerten"
können Sie sich gerne als PDF-Dokument (125 KB) hier
herunterladen.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Es werden jährliche Statistiken
über den Energie- und Wasserverbrauch und die Abfallmengen
erstellt und in der Betriebsleitungskonferenz ausgewertet.
Jährliche
Umsetzung
Beim Natur- und Umweltschutz werden
wir durch die NABU-Gruppe Dreisamtal aktiv unterstützt, z.B.
bei der Pflege des Weihers als Amphibien-Biotop oder der Streuobstwiesen.
Laufende
Umsetzung
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9.
Soziale Dreigliederung 
Wir streben an, den anthroposophischen
Sozialimpuls (Soziale Dreigliederung: Geistesleben, Rechtsleben
und Wirtschaftsleben) umzusetzen.
Wir gestalten deshalb medizinisch-therapeutische Arbeit, Rechts-
und Beziehungsverhältnisse sowie Ökonomie aktiv und im
Gleichgewicht.
Im öffentlichen Gesundheitswesen setzen wir uns ein für
Methodenvielfalt und Therapiefreiheit, für freie Gestaltung
der Rechtsräume und für freie Solidargemeinschaften.

Unser
Leitbild setzen wir um z.B. durch:
In der Betriebsleitungskonferenz,
in der die Mitglieder der Ge-schäfts- und Bereichsleitung zusammenarbeiten,
sowie im Vermittlungskreis/Betriebsrat werden fortwährend die
unterschiedlichen Aufgaben und Gesichtspunkte der medizinisch-therapeutischen
Arbeit, der Rechts- und Beziehungsverhältnisse und der betriebswirtschaftlichen
Voraussetzungen aktiv im Gleichgewicht gestaltet.
Maßnahmen
und Messkriterien:
Durch Mitgliedschaft im Verband Anthroposophische
Kliniken e.V. in Deutschland wirken wir mit bei der Umsetzung
gesundheitspolitischer Ziele. Sie betreffen vor allem den Erhalt
von Methodenvielfalt und Therapiefreiheit, die freie Gestaltung
von Rechts-räumen in Deutschland und in der Europäischen
Union sowie den Aufbau und die Unterstützung von freien Solidargemeinschaften.
Laufende
Umsetzung
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10.
Kunst und Kultur
Der Kunst messen wir aufgrund ihrer
Kraft und inspirierenden Belebung grundlegende Bedeutung bei.
Unsere therapeutische Arbeit ergänzen wir durch ein vielfältiges
kulturelles Leben, das die schöpferische Eigenleistung und
Erweiterung der persönlichen Interessen anregt.

Unser
Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Die kulturellen Veranstaltungen richten
sich an Patienten und deren Angehörige sowie an Mitarbeiter
und die Öffentlichkeit. Auch innerhalb des Stationslebens werden
kulturelle Aktivitäten der Patienten angeregt und durch die
Pflegenden begleitet. Die Förderung des sozialen und kulturellen
Lebens auf der Station ist ein wesentlicher Bestandteil des milieutherapeutischen
Konzeptes der Klinik und wird vor allem im Rahmen der Morgenrunden
gepflegt.
(siehe auch )
Maßnahmen und Messkriterien:
Christliche Jahresfeste wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Johanni,
Michaeli sowie das Faschingsfest und andere werden auf Station und
stationsübergreifend im Festsaal gefeiert.
Ein Kulturbeauftragter koordiniert und organisiert in Absprache
mit dem" Arbeitskreis Kultur" die an Sonn- und Feiertagen
stattfindenden Klinikveranstaltungen und pflegt den Kontakt zu den
Künstlern und Vortragenden. In dem "Arbeitskreis Kultur"
werden regelmäßig alle kulturellen Veranstaltungen ausgewertet
auch im Hinblick auf ihre Eignung für psychiatrische Patienten.
Das Programm wird hausintern am Anfang des Monats und als Vorankündigung
im Gemeindeblatt Buchenbach, in der lokalen Presse und auf der Klinik-Website
veröffentlicht.
Laufende
Umsetzung
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11.
Qualität
Eine hohe Qualität unserer Arbeit
in allen Bereichen ist für uns selbstverständlich.
Wir arbeiten daran, diese zu erhalten und kontinuierlich zu verbessern.
Dafür nutzen wir die Strukturen anerkannter Qualitätsmanagementsysteme.

Unser
Leitbild setzen wir um z. B. durch:
Im Konzept "Struktur des Qualitätsmanagements
in der Friedrich-Husemann-Klinik" sind dessen Zielrichtung
und Aufbau beschrieben. Für das Qualitätsmanagement ist
die Geschäfts- und Betriebsleitung verantwortlich. Ihr zur
Seite stehen der Qualitätsmanager, der Qualitätsmanagementbeauftragte
und die Qualitätsbeauftragten aus allen Bereichen sowie die
Qualitätskommission.
Maßnahmen und Messkriterien:
Die Struktur des Qualitätsmanagements
wird alle 3 Jahre überprüft und ggf. angepasst.
In den monatlichen Teamsitzungen aller Bereiche können
Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einbringen, die dann entweder
auf kurzem Wege über die Bereichsleiter umgesetzt werden oder
für die Arbeitsaufträge erstellt werden.
Laufende Umsetzung
In internen Audits werden die Prozesse der Klinik in festgelegten
Zeitintervallen überprüft und Verbesserungsbedarf wird
angeregt.
Laufende Umsetzung
Der kontinuierliche Verbesserungsprozess wird unterstützt
durch Arbeitsaufträge, Projektarbeit und durch eine Kultur
der Fehlervermeidung und Aufarbeitung von Fehlern. Jährlich
wird ein Qualitätspreis für besondere Projekte vergeben.
Laufende Umsetzung
Alle größeren Verbesserungsmaßnahmen werden im
Qualitätsentwicklungsplan zusammengefasst. Alle 3 Jahre
wird in der Qualitätskommission eine Überprüfung
und Anpassung des Planes vorgenommen.
Laufende Umsetzung
Durch alle 3 Jahre stattfindende Befragungen machen sich Geschäftsleitung
und Betriebsleitung ein Bild davon, wie die Einweiser, die entlassenen
Patienten und die Mitarbeiter die medizinisch therapeutische Arbeit
der Friedrich-Husemann-Klinik erleben und beurteilen.
Maßnahmen und Messkriterien:
Bei allen Befragungen ist ein Vergleich
der Ergebnisse mit anderen psychiatrischen Kliniken möglich
(Benchmarking).
Problembereiche und Verbesserungsvorschläge werden aufgegriffen
und in konkrete Maßnahmen umgesetzt.
Laufende
Umsetzung
Unser Leitbild und unsere Qualitätsziele können Sie sich
gerne auch als PDF-Dokument (10,34 MB) hier
herunterladen und ansehen.
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